Hast Du Dir schon mal die Frage gestellt, was außer der Beratung noch möglich wäre? Oder planst Du nur für eine bestimmte Zeit in die Unternehmensberatung zu gehen, um dann etwas anderes zu machen?

Bekannterweise ist die Fluktuation in der Beratung recht hoch im Vergleich zu anderen Branchen. In der Umfrage Consulting Monitor von Odgers Berndtson gaben z.B. 51% der Berater an, dass sie sich überlegen innerhalb der nächsten 12 Monate zu wechseln.

Und erst kürzlich stand ich vor derselben Frage. Ironischerweise lief zu der gleichen Zeit das Lied "Neuanfang" von Clueso im Radio rauf und runter und hat meine Gedanken dazu eigentlich sehr gut wider gegeben.

Geld motiviert nur die Unmotivierten

Was ist der Grund für den Wechsel? Diese Frage kannst Du Dir wahrscheinlich leicht beantworten, wenn Du über einen Jobwechsel nachdenkst. Allerdings darf ein höheres Gehalt niemals ausschlaggebend dafür sein. Denn extrinsische Motivation hält meist nicht lange an und macht auf Dauer auch nicht wirklich glücklich. Schnell bist Du in derselben Situation, nur bei einer anderen Firma.

Für mich war es schlicht Veränderung in der Arbeit. Oder um es in Clueso’s Worten zu sagen:

Was soll ich tun, wenn ich so seh
Ich kann den Wind nicht ändern nur die Segel drehen
Tausend Fragen, schlagen Rad
Ich will kein neues Leben, nur einen neuen Tag

Wenn Du eine Veränderung anpeilst, dann würde ich sie trotzdem zuallererst in der Unternehmensberatung anstreben, in der Du bist. Denn niemand kann Dir hinter den Kopf gucken und sehen, dass Du gerne etwas ändern möchtest. Erst wenn das nicht funktioniert, würde ich die Segel drehen.

Bei Themen dieser Art ist ein Mentor Gold wert.  Er kann Dir helfen unüberlegte Entscheidungen abzuwenden, aber auch Mut zusprechen, wenn Du stark dabei zweifelst, eine Entscheidung zu fällen.

Wie gehst Du am besten?

Kurz gesagt: Mit einem guten Plan. Sobald Du Dich zu einem Jobwechsel entschieden hast, hast Du die Sache selbst in der Hand. Erst wenn Du weißt, wo Dein nächster Schritt hingehen soll und der auch eingeleitet ist, macht es Sinn zu kündigen.

Eine kurze Auszeit ist auf jeden Fall empfehlenswert, um sich die kommenden Entscheidungen mit etwas Abstand zur täglichen Arbeit zurecht zu legen. Dabei würde ich nichts überstürzen: Die Kündigungsfrist kürzen oder den ganzen restlichen Urlaub einfach nehmen zu wollen, klingt für mich weder fair noch sinnvoll.

Es ist nicht zu früh, es ist nicht zu spät
Ein guter Plan ist mehr als eine Idee
Werf nicht mehr alles in einen Topf
Veränderung braucht ein klaren Kopf

Anschließend findest Du von "A" wie Ausstand bis "Z" wie Zeugnis alles rund um das Thema Kündigung bei Karrierebibel. (Das Kündigungsschreiben bitte nicht aus Effizienzgründen eins zu eins kopieren.)

Zu kündigen und damit neue Wege einzuschlagen erfordert auf jeden Fall etwas Mut. Trotzdem gab es sicher gute Gründe, warum Du Dich für Deinen (Noch-)Arbeitgeber entschieden hast. Mit Pauken und Trompeten zu gehen lohnt sich deshalb nicht. Der Blick nach vorne auf das Positive lohnt sich schon viel eher:

Ich bin nicht immun gegen Gegendwind doch ich lauf los
All die schönen Erinnerungen ich halt sie hoch!
Ich fühl mich ein Tag schwach, ein Tag wie neugeboren
Ich will Altes nicht bekämpfen, ich will Neues formen

Veränderung ist …

… spannend und toll. Und einer der Gründe, warum ich die Beraterbranche so reizvoll finde. Jeder Kunde, jeder Prozess, jedes System und jeder Ort ist anders. Es ist ein konstanter Lernprozess, bei dem Du Dich auch regelmäßig selbst infrage stellst. Herzlich Willkommen: Neuanfang!

Halt mich am Vorne fest
Es fühlt sich wacklig an
Herzlich Willkommen
Neuanfang