Es gibt wahnsinnig viele und gut gehütete Tipps rund um das Thema Reisen. Gerade wenn Du beruflich viel unterwegs bist, dann kennst Du die ein oder anderen davon. In diesem Artikel hab ich mal meine Top 3 zusammengetragen, die das Reisen angenehmer und um mindestens 10% günstiger machen.

1. Bonusprogramme festlegen

Das Offensichtliche zuerst: Fast jede Hotelkette hat ein Bonusprogramm, das Du für Dich nutzen kannst. Für Hotels sind das Programme wie Hilton HHonors, Radisson Rewards oder Le Club AccorHotels. Sie bieten günstigere Preise bei Übernachtungen und die ein oder anderen Benefits. Die Punkte, die Du mit jeder Übernachtung sammelst, lassen sich dort für weitere Vergünstigungen oder kostenlose Übernachtungen nutzen.

Welches dieser Programme am besten für Dich geeignet ist, das würde ich von Deinen Reisezielen und den verfügbaren Hotels dort abhängig machen. Denn es lohnt sich überhaupt nicht zwischen den Bonusprogrammen zu springen. Bist Du z.B. voraussichtlich häufiger in den USA, dann lohnt sich Le Club von Accorhotels weniger, weil es dort zu wenige Hotels aus dem Verbund gibt.

Auch bei Mietwägen, Fluggesellschaften oder der Bahn* gibt es solche Bonussysteme. Und auch hier lohnt es sich festzulegen und nicht ständig zu wechseln. Die Bonusprogramme lassen sich auch bei Buchungen untereinander kombinieren: Hotels mit Fluggesellschaften oder Fluggesellschaften mit Mietwagenfirmen. So kannst Du in manchen Fällen zusätzlich Flugmeilen oder Bonuspunkte von der Bahn sammeln.

Was nun etwas unbekannter ist: Du kannst Dich in diese Bonusprogramme auch einkaufen. Und das kann sich sehr lohnen! Bei Hilton oder Accorhotels kannst Du Dir z.B. den Goldstatus durch eine Businesscard erkaufen. Wenn für Dich absehbar ist, dass Du diese Hotelkette im kommenden Jahr häufig nutzen wirst, dann hast Du alle Annehmlichkeiten sofort und sammelst wesentlich schneller Punkte.

Dazu kommt, dass Hotelketten häufig Raten mit großen Firmen, ggf. auch mit dem Kundenunternehmen haben. Das lässt sich bei den Hotels direkt erfragen und mit ein bisschen Glück kannst Du die Rate mitnutzen (Du arbeitest ja „für“ den Kunden). Allerdings möchte ich davon abraten irgendwelche gefundenen Firmenraten aus dem Internet zu nutzen. Das sorgt spätestens bei der Rechnung für Ärger …

2. Cashback-Portale nutzen

Wenn Du schon Bonusprogramme intensiv nutzt, dann wird Dir der zweite Trick mindestens genauso helfen können. In den letzten Jahren sind immer mehr Cashback-Portale wie z.B. Shoop* oder iGraal groß geworden. Diese geben einen Teil ihrer Vermittlungsprovision an die Nutzer zurück. Nach der Zahlung im Hotel fließt also die Provision zurück zu dem Portal und damit auch zu Dir.

Wenn sich dort Deine Hotelkette, Mietwagenfirma oder Fluggesellschaft wiederfindet, dann lässt sich der Cashback prima mit Deinen Bonusprogrammen verbinden. Du musst nur daran denken Dich vor jeder Buchung im Cashback-Portal anzumelden und von dort aus z.B. auf die Hotelseite abzuspringen.

3. Kreditkarte bewusst einsetzen

Kombiniert ergeben die ersten beiden Tricks schon einen deutlichen Rabatt beim Reisen. Das lässt sich mit einer passenden Kreditkarte allerdings noch toppen. Weil bei regelmäßigen Geschäftsreisen sehr viele Buchungen über die Kreditkarte laufen, lohnt es sich auch dort nach Vorteilsprogrammen zu gucken.

Prinzipiell macht es Sinn mit dem Bonusprogramm von der Kreditkarte auf ein bestehendes Bonusprogramm einzuzahlen. Das lässt sich sehr gut mit der Miles and More Kreditkarte von Lufthansa oder der American Express Kreditkarte von Payback machen. Beide bieten für 2 Euro Umsatz 1 Meile bzw. 1 Punkt und die Punkte von Payback lassen sich bei Bedarf auch in Meilen umtauschen. Dieser Tausch kann sich lohnen, weil die Payback-Punkte an der Supermarkt-Kasse nur 1 Cent, aber bei als Lufthansa Meile bis zu 10 Cent wert sind.

Wie kann das in der Praxis aussehen?

Ein fiktives Beispiel einer Geschäftsreise könnte wie folgt aussehen: Du reist mit der Bahn zum Kunden und eine Strecke kostet ca. 50€. Zusätzlich hast Du in der Woche 3 Übernachtungen à 100€ pro Nacht in einer Hotelkette, in der Du bereits den Goldstatus hast.

HotelBahnSumme
Preis           300 €           100 €           400 €
Bonus              22 €                5 €              27 €
Shoop              18 €              18 €
Payback             1,5 €             0,5 €                2 €
              47 €

Den Gegenwert der Bonuspunkte aus der Hotelkette, der Bahn und der Payback-Punkte sind in der Tabelle einmal zusammengestellt. Und obwohl es keine große Reise ist und der Gegenwert der Punkte sehr konservativ berechnet ist, ist das Ergebnis mindestens 10% vom bezahlten Preis.

Wenn Du weitere Tipps zu Geschäftsreisen haben möchtest, dann schau mal auf die Seiten von Vorne SitzenFirst Class & More und Vielfliegertreff. Ein Disclaimer noch zum Schluss: Achte trotz all der Bonusprogramme darauf, dass Deine Buchungen deswegen nicht zulasten Deines Arbeitgebers gehen. Und den geldwerten Vorteil bei der Steuererklärung nicht vergessen ;).

Update: Einen schnelleren Weg zum Gold-Status gibt es nicht nur bei Hotelketten sondern auch bei Airlines. In dem Verbund Star Alliance sind nämlich die Meilen der einzelnen Airlines höchst unterschiedlich bewertet. So kannst Du z.B. mit dem Sammeln von Eurobonus-Meilen von der Airline SAS schneller einen Gold Status bei Star Alliance bekommen, als durch Miles and More. Wie das genau geht, steht auf dem Reiseblog Travel-Dealz ausführlich beschrieben.